Ausstellung Unsere Heimat, unsere Liebe – Vortrag mit Ingo Petz

Der langjährige Belarus-Kenner und Mitgründer des Projektes Fankurve Ost, Ingo Petz, berichtet von den aktuellen Protesten, über ihre politischen Hintergründe, die Rolle des Fußballs und Fanszenen.

 

Belarus: Proteste, Fußball und Fans: „Einer für alle, alle für einen!“

Foto: Ingo Petz, Journalist

Ingo Petz

Seit Sommer 2020 rollt in Belarus eine historische Protestwelle gegen den Langzeitautokraten Aljaksandr Lukaschenka, der das osteuropäische Land seit 1994 mit harter Hand regiert. Die Demonstrant*innen fordern die Abdankung Lukaschenkas und Neuwahlen. Die Antwort des Regimes: Gewalt, Repressionen und Verhaftungen. Bis heute wurden über 35.000 Menschen inhaftiert, darunter auch viele prominente Sportler*innen und Fußballer*innen des Landes, sowie Fußballfans. Über 3500 Strafverfahren wurden angestrengt. Aktuell gibt es 680 politische Gefangene. Rund 200 NGOs wurden verboten und zahlreiche unabhängige Medien liquidiert, Tausende Belaruss*innen haben das Land bereits verlassen.

In seinem Vortrag berichtet der langjährige Belarus-Kenner und Mitgründer des Projektes Fankurve Ost, Ingo Petz, von den aktuellen Protesten, über ihre politischen Hintergründe und von der Rolle von Fußball und Fanszenen. Zudem gibt er Einblicke in die Kultur und Geschichte eines Landes, das hierzulande immer noch sehr unbekannt ist.

Ingo Petz berichtet seit über 20 Jahren als Journalist und Analytiker über Belarus und Osteuropa. 2014 gründete er das Projekt Fankurve Ost, das sich mit den Fankulturen in Belarus, Russland und in der Ukraine beschäftigt. Aktuell leitet er das Belarus-Projekt bei dekoder.org.

www.ingopetz.com
www.fankurve-ost.de
www.dekoder.org

 

Die Ausstellung

Der Vortrag findet im Rahmen der Ausstellung „Unsere Heimat, unsere Liebe“ statt. Sie thematisiert die NS-Vergangenheit der Stadt Bochum, die Gründung des VfL Bochum 1848 sowie die Geschichte des letzten Fußballmeisters im jüdischen Verbund, Schild Bochum. Es wird die Bedeutung der Gauhauptstadt Bochum für das NS-Regime skizziert sowie über den alltäglichen Antisemitismus in unserer Stadt von 1933 bis 1945 informiert. Das Herzstück der Ausstellung, drei Messewände in Form des VfL-Logos angeordnet, transferiert die Thematik in die Gegenwart und fordert zur kritischen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus in der heutigen Gesellschaft auf. Hier wird insbesondere der Aspekt der Verbreitung von „Hate Speech“ und „Fake News“ über das Internet fokussiert.

Die Ausstellung findet im Zeitraum vom 06. – 21. Oktober ‘21 statt: Öffnungszeiten

 

Programm der Ausstellungsreihe:

06. Oktober LutherLAB
18:48 Uhr Eröffnung und anschließende
Lesung mit Andrea Behnke

07. Oktober LutherLAB
13:00 Uhr Ausstellungsführung

08. Oktober LutherLAB
18:48 Uhr Vortrag mit Ingo Petz

13. Oktober endstation.kino
18:00 Uhr Filmvorführung “Schwarzer Adler”
20:00 Uhr Podiumsdiskussion mit
Expert*innen der Antidiskriminierungsarbeit, Protagonist*innen des Films, VFL-Expert*innen

14. Oktober LutherLAB
16:00 Uhr Ausstellungsführung

19. Oktober LutherLAB
16:00 Uhr Ausstellungsführung

21. Oktober LutherLAB
18:48 Uhr Abschlussveranstaltung

 

Ausstellung Öffnungszeiten:

07.10. Donnerstag 10:00 – 12:00 Uhr
08.10. Freitag 14:00 – 18:00 Uhr
09.10. Samstag 14:00 – 18:00 Uhr
12.10. Dienstag 16:00 – 18:00 Uhr
14.10. Donnerstag 10:00 – 12:00 Uhr
15.10. Freitag 14:00 – 18:00 Uhr
16.10. Samstag 14:00 – 18:00 Uhr
19.10. Dienstag 16:00 – 18:00 Uhr
21.10. Donnerstag 10:00 – 12:00 Uhr

Freier Eintritt zu allen Veranstaltungen.
Voranmeldung erbeten an post@fanprojekt-bochum.de

Kooperationspartner der AusstellungLogos FAN Projekt Bochum, LAG NRW, Ein Projekt der Bochum Strategie, Langendreer hat's und www.bochum-fonds.de

Wann und Wo?

8. Oktober 2021
18:48 Uhr bis 21:00 Uhr

LutherLAB
Alte Bahnhofstraße 166
44892 Bochum


Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds