Den Kern von EfA bildet der einmal im Monat stattfindende Stammtisch. Hier sollen gemeinsam die etablierten und nachhaltigen Routinen im Alltag hinterfragt werden und nachhaltigere Alternativen oder auch das ersatzlose Streichen derselben besprochen werden. Veränderungen im eigenen Alltagsleben und im direkten (Wohn-)Umfeld gilt es so anzustoßen. Themen des Stammtisches sind:

 

Müllvermeidung: 

Schon kleine Veränderungen können den Verpackungsmüll um mehr als die Hälfte reduzieren – ohne auf etwas verzichten zu müssen oder nur in Unverpacktläden einzukaufen. Der Stammtisch gibt Impulse, welche Schritte hierfür zu gehen sind. 

 

Verzichten: 

Das Thema der Nachhaltigkeit kommt in Gesprächen eigentlich nie ohne die Begrifflichkeit „Verzicht“ aus. Aber worauf verzichtet man eigentlich, wenn man Erdbeeren nur im Sommer isst oder aber mit dem Rad oder dem ÖPNV länger unterwegs ist, aber schlussendlich trotzdem ankommt? Das Verständnis, was Verzicht bedeutet, ist das Resultat einer Gesellschaft im zerstörerischen Überfluss. Die Thematik des (vermeintlichen) Verzichts kann im Stammtisch besprochen werden.

 

Ernährung: 

Unsere Ernährung und die daran geknüpften Prozesse der Herstellung sind zentrale Triebfedern von Umweltbelastung und klimaschädlichen Emissionen. Eine Ernährungsumstellung zu regionalen, saisonalen, biologischen und „tierarmen“ Produkten ist ein zentraler Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Im Stammtisch werden Umsetzungswege aufgezeigt.

 

Umfeld: 

Veränderungen zu mehr Alltagsnachhaltigkeit werden am stärksten sichtbar, wenn diese vor der eigenen Haustür und im direkten Wohnumfeld stattfinden. Weniger Autoverkehr auf den Straßen, weniger Müll im Schulalltag, verpackungarmes Einkaufen – im Stammtisch soll gemeinsam überlegt werden, wie die lokalen Bildungseinrichtungen, Geschäfte und Lokale in die Idee einer Alltagsnachhaltigkeit eingebunden werden können.

 

Die Bedeutung des Einzelnen: 

Jede Veränderung von etablierten Routinen hat einen Effekt – in aller Regel über die Bedeutung für den Einzelnen hinaus: Kinder übernehmen die Verhaltensweisen der Eltern, beim Einkaufen sieht das Umfeld die gelebte Alternative, der Einzelhandel verspürt eine alternative Nachfrage. Schlussendlich ist es die Summe vieler Einzelentscheidungen, die eine Menge (im doppelten Wortsinn) bewegen. Sich diese Bedeutung bewusst zu machen, soll im Rahmen der Stammtische thematisiert werden.

 

Konsum

Brauche ich das wirklich? Auf wessen Kosten wurde das Produkt hergestellt? Fragen, die man sich  vor jeder Anschaffung stellen sollte, denn unkritischer Konsum geht mit einer erheblichen Umweltverschmutzung und oftmals mit einer Verfestigung von weltweiten Ungleichheitsstrukturen einher. Man hat es selbst in der Hand, daran etwas zu ändern – sprechen wir drüber.  

 

Mobilität:

Autos prägen unser Stadtbild. Überall fahren und stehen Autos. Selbst kürzeste Strecken werden unter Hinzunahme kreativer Argumente (zu schwer, zu kalt, zu warm, zu steil, …) mit dem Auto zurückgelegt. Dabei stören uns die stinkende Luft und die Gefahren des Straßenverkehrs selber. Der Stammtisch des Experimentierraums schafft Motivation das zu ändern und verstärkt mit dem Rad, zu Fuß oder dem ÖPNV unterwegs zu sein.

 

Nachhaltig und umweltbewusst leben = teuer?

Oft hört man: Nachhaltiger und umweltbewusster leben ist teuer und damit nur etwas für Einkommensstarke! Der Stammtisch zeigt auf, dass es eigentlich nur zu einer Verschiebung von Ausgaben kommt (z. B. mehr Bio-Lebensmittel vs. Konsumreduzierung) und dies oftmals sogar mit erheblichen Einsparungen einhergeht. 

 

Der Stammtisch findet am 3. Dienstag im Monat von 19 bis 21 Uhr statt:

  • 26.02. 
  • 17.03.
  • 21.04.
  • 19.05.
  • 16.06
  • 18.08.
  • 15.09.
  • 20.10.
  • 11.11.
Mit finanzieller Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen und des Europäischen Sozialfonds